Made in Austria: So entsteht eine Tasche bei MANUEL ESSL DESIGN
Made in Austria: So entsteht eine Tasche bei MANUEL ESSL DESIGN
Was bedeutet eigentlich Made in Austria?
Bei MANUEL ESSL DESIGN steckt dahinter weit mehr als der letzte Arbeitsschritt an der Nähmaschine. Von der ersten Idee über die Werkzeichnung und Schnitterstellung bis zum Prototyp und der finalen Fertigung entsteht jedes unserer in Österreich gefertigten Accessoires Schritt für Schritt im eigenen Atelier.
Am Beispiel unserer Mini Cylinder Bag „JARDIM“ nehmen wir euch heute mit hinter die Kulissen und zeigen, wie aus einer ersten Idee ein fertiges MANUEL ESSL DESIGN Piece wird.
1. Die Idee – hier beginnt jedes neue Design
Am Anfang steht eine Idee. Und woher diese kommt, lässt sich kaum vorhersehen.
Manchmal ist sie die Weiterentwicklung eines bestehenden Modells, manchmal habe ich eine bestimmte Form oder ein Detail bereits länger im Kopf. Und manchmal entsteht die Inspiration vollkommen unerwartet – durch einen Stoff, eine Farbe, ein Objekt, eine Stimmung oder etwas, das mir im Alltag begegnet.
In dieser ersten Phase geht es noch nicht um Millimeter oder technische Lösungen. Ich kombiniere Formen, Farben, Materialien und Details und entwickle daraus nach und nach eine Vorstellung davon, wie das fertige Piece aussehen soll.
Bei unserer Mini Cylinder Bag war die Richtung klar: Lilac trifft auf goldene Details, eine markante zylindrische Form auf eine aufwendige, gesteppte Oberfläche.

2. Die Werkzeichnung – aus der Idee wird ein Design
Sobald das Bild in meinem Kopf konkreter wird, entsteht eine digitale Werkzeichnung.
Sie muss nicht perfekt sein. Viel wichtiger ist, dass alle entscheidenden Elemente erkennbar sind und ich weiß, wie ich sie später umsetzen möchte.
Digital zu arbeiten hat dabei einen großen Vorteil: Proportionen, Farben und einzelne Details lassen sich schnell verändern und miteinander vergleichen. Was passiert, wenn der Henkel länger wird? Wo sitzt ein Ring am besten? Wie wirkt die Vorderseite im Vergleich zur Rückseite?
So wird aus einer zunächst abstrakten Idee erstmals ein Design, das man tatsächlich vor sich sieht.

3. Spec Sheets – jedes Detail wird geplant
Danach wird es technisch.
Für das neue Modell entstehen Spec Sheets, in denen die relevanten Informationen für die Fertigung festgehalten werden: Welche Schnittteile werden benötigt? Welche Materialien, Einlagen und Zutaten kommen zum Einsatz? Wo sitzen Beschläge, Nieten, Label und andere Details?
Auch der komplette Fertigungsablauf wird definiert. Jeder einzelne Arbeitsschritt wird erfasst – vom Zuschnitt und Aufbügeln der Einlagen bis zur Verarbeitung des Futters und den abschließenden Details.
Gerade bei einem Piece mit vielen Komponenten ist diese Planung entscheidend. Aus einer Designidee wird damit ein reproduzierbares Produkt.

4. Schnitterstellung – aus der Zeichnung wird eine Form
Eine Zeichnung kann optisch funktionieren – ob daraus auch eine funktionierende Tasche wird, entscheidet sich spätestens beim Schnitt.
Die einzelnen Teile werden konstruiert und aufeinander abgestimmt. Vorder- und Rückseite, Boden, Henkel, Träger und weitere Komponenten müssen später nicht nur optisch, sondern auch konstruktiv exakt zusammenspielen.
Dabei beginnt ein Design, dreidimensional zu werden. Aus Linien und Maßen entstehen erstmals reale Schnittteile, die anschließend auf das Material übertragen werden können.

5. Der Prototyp – jetzt wird aus Theorie Realität
Dann kommt einer meiner liebsten Momente: Der erste Prototyp entsteht.
Alle benötigten Zutaten werden vorbereitet, Oberstoff, Futter und Einlagen zugeschnitten, Verstärkungen aufgebügelt und die einzelnen Komponenten Schritt für Schritt zusammengesetzt.
Erst jetzt zeigt sich wirklich, wie sich ein Design verhält. Stimmen die Proportionen? Funktioniert die Konstruktion? Sitzen Henkel und Beschläge an der richtigen Position? Fühlt sich die Tasche so an, wie ich es mir vorgestellt habe?
Der erste Prototyp ist deshalb nicht einfach eine Vorabversion des Produkts – er ist ein wesentlicher Teil des Entwicklungsprozesses.

6. Testen, verändern, perfektionieren
Was auf dem Papier funktioniert, muss sich auch in der Realität bewähren.
Der Prototyp wird deshalb genau betrachtet und getestet. Form, Stabilität, Verarbeitung, Funktion und Details werden überprüft und bei Bedarf angepasst.
Manchmal sind es nur Millimeter. Manchmal muss ein Arbeitsschritt verändert werden. Und manchmal zeigt der Prototyp eine bessere Lösung, auf die man bei der ursprünglichen Konstruktion noch gar nicht gekommen wäre.
Erst wenn das Gesamtbild stimmt, ist das Design bereit für den nächsten Schritt.

7. Fertigung – Made in Austria
Nun beginnt die eigentliche Fertigung.
Bei MANUEL ESSL DESIGN bedeutet das nicht automatisch eine große Produktionsserie. Je nach Design entstehen Einzelstücke oder bewusst kleine Stückzahlen.
Zuschnitt, Verstärkung, Steppungen, Futter, Beschläge, Nieten, Henkel und all die kleinen Details werden nach dem zuvor entwickelten Ablauf verarbeitet, bis aus vielen einzelnen Komponenten schließlich das fertige Piece entsteht.
Gerade diese Arbeit zeigt, was Made in Austria für uns bedeutet: nicht einfach ein Herkunftshinweis auf einem Etikett, sondern Entwicklung, Handwerk und Fertigung mit direktem Bezug zum Produkt.
Und genau deshalb gleichen sich zwei handgefertigte Pieces vielleicht sehr – vollkommen anonym aus einer industriellen Massenproduktion kommen sie aber nie.

8. Das Photoshooting – der letzte Schritt vor dem Launch
Ist die Produktion abgeschlossen, fehlt noch ein entscheidender Schritt: Das neue Design muss vor die Kamera.
Zunächst entstehen Produktfotos, auf denen Form, Material und Details im Mittelpunkt stehen. Beim anschließenden Modelshooting zeigt sich dann, wie das Piece getragen wirkt und wie es sich in einen kompletten MANUEL ESSL DESIGN Look einfügt.
In diesem Fall stand Martina vor der Kamera und trug die Mini Cylinder Bag gemeinsam mit dem dazugehörigen Look aus der Kollektion.
Damit schließt sich der Kreis: Aus einer Idee im Kopf wird ein fertiges Produkt, das schließlich im MANUEL ESSL DESIGN Atelier und Online Shop seinen Platz findet.

Von der ersten Idee bis zum fertigen Piece
Idee → Stoffe, Farben & Design → Werkzeichnung → Spec Sheets → Schnitterstellung → Prototyp → Test → Fertigung → Photoshooting.
Hinter einem fertigen Produkt stecken zahlreiche Schritte, Entscheidungen und Arbeitsstunden, die man ihm auf den ersten Blick vielleicht gar nicht ansieht. Genau das macht den Entstehungsprozess für mich aber so besonders.
Die hier gezeigte Mini Cylinder Bag „JARDIM“ ist mittlerweile leider ausverkauft. Ihre Geschichte steht jedoch exemplarisch für viele Pieces, die in meinem Atelier entstanden sind.
Und wer selbst ein Stück dieser Geschichte tragen möchte: In unserem Archive Sale findet ihr noch ausgewählte MANUEL ESSL DESIGN Pieces aus vergangenen Kollektionen – jedes davon mit seinem ganz eigenen Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Design.
Made in Austria. Made with Love for Details.